Aufruf zu den Antikriegsprotesten in Freiburg, 25., 26., 27.01. 16 Uhr, Rathausplatz

Wir möchten euch eindringlich auf die aktuellen Proteste, gegen den Krieg der türkischen Regierung in den kurdischen Autonomiegebieten in Nordsyrien aufmerksam machen. Wir rufen euch dazu auf sich an den verschiedenen Protestformen zu beteiligen.                                                                                       Jeden Tag in dieser Woche, 16 Uhr, Rathausplatz Freiburg.                                    Do 25.01. -> Menschenkette                                                                                                 Sa 27.01. -> Demonstration                                                                                     Hiermit leiten wir euch außerdem die Aufrufe des kurdischen Studierendenverbandes Freiburg, sowie des kurdischen Frauenbüros für Frieden weiter.

Krieg beginnt hier! Stoppen wir ihn hier!

Aufruf der YXK Freiburg ——————————————                                                                                            Liebe Freund*innen und Genoss*innen,                                                                   heute den 24.01. bis zum 27.1. werden wir jeden Tag um jeweils 16:00 auf dem Rathausplatz demonstrieren. Morgen am 25.01. werden wir durch die Stadt eine Menschenkette bilden. Am 27.01. wird eine Demonstration durch die Innenstadt stattfinden. Wir fordern: Sofortiges Ende der militärischen Aggressionen! Stopp den Besatzungsversuchen durch die Türkei in Nordsyrien! Abbruch der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zum türkischen Regime! Wir rufen alle auf: All jene, die sich mit den Werten dieser Revolution identifizieren können, all jene, für die Rojava in den letzten Jahren zur Hoffnung und Inspiration wurde und all jene, die nicht mehr länger zusehen wollen, wie die Bundesregierung sich erneut vor allen Augen zum Komplizen eines weiteren Massakers macht. Lasst uns gemeinsam zusammenschließen und Solidarität zeigen. Kommt zu den Kundgebungen und Demonstrationen. Meldet euch, um gemeinsame Absprachen zu treffen. Solidarität ist unsere stärkste Waffe! Gemeinsam werden wir Afrin verteidigen! Silav YXK Freiburg

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Aufruf des Kurdischen Frauenbüro für Frieden Cenî

Wir, das Kurdische Frauenbüro für Frieden Cenî, verurteilen die Angriffe des türkischen Staates auf Efrîn auf das Schärfste und sind zutiefst empört über die Reaktionslosigkeit derjenigen Kräfte, die sich Demokratie, Frauen- und Menschenrechte auf ihre Fahnen schreiben. Nachdem Erdogan in den türkischen Medien angekündigt hatte, Efrîn dem Erdboden gleich zu machen, versucht er nun, diese Drohung in die Tat umzusetzen. Seit gestern versucht die türkische Armee Efrîn zu besetzen. Die Angriffe konnten jedoch von den Verteidigungskräften YPG und YPJ zurückgeschlagen werden. Aufgrund dieses Mißerfolgs haben nun Türkische Kampfjets zivile Ziele im Kanton Efrîn aus der Luft bombardiert. Der Kanton Efrîn ist Teil der Demokratischen Föderation Nordsyrien, in der die dort lebenden verschiedenen Ethnien sich mit ihrer Identität in einem demokratischen System organisieren. Auch die Frauen sind in der Föderation autonom organisiert und übernehmen die Vorreiterinnenrolle im Aufbau dieses Zusammenlebens in Frieden und Gerechtigkeit. Efrîn war lange Zeit ein relativ sicheres Gebiet und hat Hunderttausende vor allem arabische Flüchtlinge aus Aleppo und anderen Gebieten aufgenommen, um die sich die kriegführenden Mächte nicht kümmern. Die Menschen in der Demokratischen Föderation Nordsyrien haben ein Gesellschaftssystem aufgebaut, das so kraftvoll ist, dass es in den gesamten Mittleren Osten und die ganze Welt ausstrahlt und den unterdrückten Gesellschaften Hoffnung, Mut und Kraft gegeben hat. Dieser Aufbau ist so erfolgreich, dass es möglich war, sich gegen die barbarischen Angriffe des IS zu verteidigen und ihm seine Kraft zu entziehen. Der IS wurde von der AKP als Waffe gegen die Revolution in Rojava und den Aufbau der Demokratischen Föderation Nordsyrien eingesetzt. Mit dem Scheitern des IS in Raqqa versucht die AKP nun, die verbliebenen islamistischen Kräfte von IS und FSA gemeinsam mit Soldaten der türkischen Armee in einem neuen Bündnis zusammenzuführen und weiterhin für die eigenen Interessen zu instrumentalisieren. Die Türkei setzt damit ihre Politik der Auslöschung jeglicher demokratischer Bestrebungen im Mittleren Osten fort. Sie arbeitet dabei mit patriarchalen, menschenverachtenden Kräften zusammen, die eine globale Gefahr für Frauen, Frieden und Demokratie darstellen. Die deutsche Bundesregierung ist hierbei keinesfalls unbeteiligt. Erst kürzlich verhandelte der türkische Außenminister Çavuşoğlu während seines Besuchs bei Amtskollege Gabriel wieder über die millionenschwere Aufrüstung der Leopard Panzer der türkischen Armee. Diese Panzer können von der Türkei auch im Krieg gegen Efrîn eingesetzt werden. Laut Medienberichten hat Gabriel nun die wohlwollende Prüfung auf die Tagesordnung der nächsten Runde der amtierenden Staatssekretäre über Rüstungsexporte setzen lassen. Der Angriff auf Efrîn ist vor allem ein Angriff auf die Frauenrevolution. Denn Rojava ist auch ein Beispiel dafür, dass Frauen sich nicht dem patriarchalen System von Krieg und Herrschaft unterwerfen, dass sie sich nicht ihrem scheinbaren Schicksal ergeben müssen sondern die Kraft und den Mut haben, eine freie Gesellschaft aufzubauen. Rojava ist außerdem ein Beispiel dafür, dass Frauenbefreiung aus der Gesellschaft heraus entsteht, im Mittleren Osten von den Frauen selbst erkämpft wird – jenseits von Staat, Nationalismus und Kapitalismus und trotz der Kriege, die gegen die Bevölkerung geführt werden. Die Menschen von Efrîn haben ein Recht darauf, in Frieden und auf ihrem Boden eine demokratische Gesellschaft aufzubauen, sich selbst zu organisieren und sich selbst zu bestimmen! Deshalb fordern wir die Bundesregierung, die EU, die UN, Russland und die Kräfte der Koalition gegen den IS dazu auf, sich klar gegen die Angriffe zu positionieren und Druck auf die AKP-Regierung auszuüben, die völkerrechtswidrigen Angriffe sofort einzustellen! Wir fordern ein Ende der Kriegstreiberei im Mittleren Osten! Wir fordern besonders die deutsche Regierung dazu auf, jegliche Waffenexporte an die Türkei zu unterlassen! Wir fordern eine politische Lösung für Syrien unter Einbezug der VertreterInnen der Demokratischen Föderation Nordsyrien! Weitere Infos findet ihr zum Beispiel hier: https://anfdeutsch.com/rojava-syrien/neun-tote-durch-tuerkischen-luftangriff-auf-efrin-1715 https://anfdeutsch.com/rojava-syrien/letzte-meldungen-aus-efrin-1710 https://anfdeutsch.com/aktuelles/tausende-menschen-in-europa-fuer-efrin-auf-der-strasse-1712 https://anfdeutsch.com/rojava-syrien/was-geschieht-in-idlib-und-efrin-1635 https://anfdeutsch.com/hintergrund/ohne-loesung-breitet-sich-der-krieg-aus-1535 CENÎ Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V. Kurdish Women’s Office for Peace Buroya Aşitıyê ya Jinên Kurd Postfach 10 18 05 D – 40009 Düsseldorf Germany Tel.: +49 (0)211 598 92 -51/ Fax: -53 E-mail: ceni_frauen@gmx.de www.ceni-kurdistan.com FB: Ceni Frauen Bankverbindung: Stadtsparkasse Düsseldorf IBAN DE14 3005 0110 1004 4397 15 BIC DUSSDEDDXXX

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