#IhrSeidMehrWert – Gemeinsam auf die Straße für die Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe!

Plakat-KundgebungKundgebung | 09. Mai 2015 | 14 Uhr | Rathausplatz

Im letzten Jahr hat sich in Freiburg ein Bündnis in Solidarität mit den Beschäftigten des
Sozial- und Erziehungsdienstes gegründet. An dem Bündnis sind sowohl Beschäftigte,
Studierende, Gewerkschafter_innen, Eltern, solidarische Einzelpersonen als auch linke
Gruppen beteiligt.

Die Beschäftigten der Sozial- und Erziehungsdienste befinden sich momentan in einer Tarifauseinandersetzung in der die grundlegende Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe gefordert wird.

Wir erachten es als absolut notwendig uns an diesen Auseinandersetzungen zu beteiligen und die Beschäftigten in ihren Forderungen zu unterstützen. Den Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst ist es kaum möglich ökonomischen Druck auf die Arbeitgeber_innen auszuüben wie es bspw. im Metallbereich (welchen wir trotzdem jederzeit supporten würden) möglich wäre.
Gesellschaftliche Unterstützung und Rückhalt ist deshalb umso wichtiger.

Wir betrachten diese Auseinandersetzungen vor allem aus einer feministischen Perspektive. Der ökonomische Druck den Beschäftigte im Streik versuchen auszuüben ist in diesem Bereich eher marginal. Wenn die Sorgearbeit bspw. durch Streik in KiTas oder den Beratungsstellen ausfällt, dann leiden nicht vorwiegend die Arbeitgeber_innen darunter – sondern die Menschen die auf diese angewiesen sind.
So sind es dann bspw. vor allem Frauen_ die beim KiTa-Ausfall zu Hause die Kinder hüten müssen. Eine Spaltung zwischen den Streikenden und den auf Sorgearbeit-Angewiesenen ist vorprogrammiert. Aber es sind genau die Menschen die wir für diesen Kampf gewinnen müssen, die ihren Ärger über die Zustände in den Sozial- und Erziehungsberufen an die sich querstellenden Arbeitgeber_innen weitergeben müssen.
Und wenn die KiTa dicht ist, dann muss selbstverständlich werden dass auch an anderen Stellen die Arbeit niedergelegt wird – denn erst an dieser Stelle wird klar wie sehr diese Gesellschaft auf die Sozial- und Erziehungsdienste angewiesen ist.

Wir sehen hier eine Chance die Debatte um Care-Arbeit und deren gesellschaftlicher Stellung in einer breiteren Öffentlichkeit diskutieren zu können. Besonders ist, dass dies ein Berufsfeld in dem 94% Frauen_ tätig sind. Nicht nur, dass sich durch eine Veränderung im Bereich Sozial- und Erziehung die Lohnschere zwischen Männern_ und Frauen_ zumindest etwas verkleinern ließe, nein mehr noch treten Frauen_ als politische Subjekte in die Öffentlichkeit und fordern Anerkennung für die Tätigkeiten die sie gesellschaftlich ausüben. Dies gilt es für uns mit allen Mitteln zu unterstützen!

Deshalb ruft das „Mehr Wert – Solidaritätsbündnis Sozial- und Erziehungsdienste Freiburg“ zu einer Kundgebung am 09. Mai 2015 um 14 Uhr am Rathausplatz in Freiburg auf.

Lasst uns Solidarität zur Praxis werden und die Beschäftigten in ihren Forderungen supporten!

„Ein mit Kraft und Solidarität durchgeführter Streik ist immer unverloren“ (Rosa Luxemburg)

Mai 2015, FeLi – Feministische Linke Freiburg

Weitere Infos unter:
Mehr Wert – Solidaritätsbündnis Sozial- und Erziehungsdienste Freiburg | Facebook Event

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