Veranstaltungsreihe mit Sarah Diehl

| Donnerstag 21. April 2016 | 19 Uhr | Strandcafé (Adlerstraße 12) |
Abortion Democracy: Poland/South Africa | Deutschland 2008, 50min
Vortrag und Film zum Recht auf Abtreibung international

In den meisten Ländern ist der Schwangerschaftsabbruch immer noch illegal oder aufgrund seiner Stigmatisierung nicht zugänglich. Weltweit sterben etwa 48.000 Frauen aufgrund dieser Illegalisierung, etwa 5 Mio. tragen schwerwiegende Gesundheitsschäden davon. Weltweit versuchen Konservative mit der Fokussierung auf die Rechte des Embryos die Lebensrealität und die Bedürfnisse von Frauen unsichtbar zu machen. Dieser Vortrag gibt einen Überblick über die Gesetzte und Bewegungen, die Frauen davon abhalten ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.
Diesen Themenkomplex werden wir anhand des Films Abortion Democracy – Poland South Africa zeigen:
Abortion Democracy: Poland/South Africa | Deutschland 2008, 50min
Warum ist der Zugang zu einer illegalen Abtreibung in Polen leichter als zu einer legalen Abtreibung in Südafrika? Der Film vergleicht die politischen, legislativen und gesellschaftlichen Entwicklungen bezüglich des Schwangerschaftsabbruchs in den Ländern Polen und Südafrika.

| Freitag 22. April 2016 | 19 Uhr | Linkes Zentrum Freiburg (Glümerstraße 2) |
DIE UHR, DIE NICHT TICKT – Kinderlos glücklich
Buchvorstellung und Diskussion – im Anschluss Feministischer Kneipenabend

„Wenn meine biologische Uhr mir etwas sagt, dann, dass ich im besten Alter bin, dieses Buch zu schreiben.“

Immer mehr Frauen bleiben freiwillig kinderlos, nicht nur in Deutschland. Aber das Reden über die biologische Uhr ist so allgegenwärtig, dass Frauen sich selbst misstrauen, wenn sie die Uhr nicht ticken hören. Sie zweifeln ihre eigeneEntscheidungsfähigkeit an, weil ihnen vermittelt wird, dass sie etwas anderes wollen müssen.
Geht es ums Kinderkriegen, wird unbeirrt festgehalten an der Vorstellung vom angeborenen Mutterinstinkt und an der Idee vom allein selig machenden Glück der Kleinfamilie. Politik und Gesellschaft bauen demografische und biologistische Schreckgespenster auf, um an alten Familienkonzepten und Geschlechterhierarchien festhalten zu können. Kein Kind zu wollen, gilt als unnatürlich, egoistisch oder feige. Sarah Diehl, Mitte 30 und selbst kinderlos,hat Frauen interviewt, die freiwillig keine Mütter sind. Sie hat erfahren, dass die Gründe vielfältig sind, Egoismus oder Narzissmus gehören nicht dazu.
Sarah Diehl leistet eine Analyse, wie das schlechte Image der kinderlosen Frau als Druckmittel zur unbezahlten Care-Arbeit aufgebaut wird. IhrBuch ist das überfällige Plädoyer für eine vorurteilsfreie und zeitgemäße Einstellung zu weiblicher Identität und für neue Konzepte des solidarischen Zusammenlebens.

Veranstalter_innen: FeLi – Feministische Linke Freiburg & realitätenwerkstatt
mit freundlicher Unterstützung des Genderreferat des Stura der Universität Freiburg,

| Weitere Informationen |
www.feli.blogsport.eu | www.realitaetenwerkstatt.noblogs.org
Facebooklink „Die Uhr die nicht tickt“ https://www.facebook.com/DIEUHRDIENICHTTICKT | Website Arche Literatur Verlag: http://bit.ly/1yJRTvp |

| Zur Referentin |
Sarah Diehl (1978) studierte Museologie, Afrikawissenschaften und Gender Studies. Sie arbeitet zum Thema „Reproduktive Rechte im internationalen Kontext“, hat hierzu zwei Anthologien veröffentlicht und einen preisgekrönten Dokumentarfilm gedreht: Abortion Democracy: Poland/South Africa. 2012 erschien ihr erster Roman Eskimo Limon 9.2014gründete sie Ciocia Basia, eine Organisation, die es Frauen in Polen ermöglicht legale Schwangerschaftsabbrüche in Berlin zu bekommen. Sie lebt als Schriftstellerin, Aktivistin und Filmemacherin in Berlin.

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